Team des BBNE-Hubs Mitteldeutschland zu Gast bei LUNA+ in Leipzig
Im Austausch mit Unternehmen: Am 9. September 2026 stellte das sächsische Team die BBNE-Hubs beim Netzwerktreffen LUNA+ in Leipzig vor.

In der zweiten Projektphase weitet der BBNE-Hub Mitteldeutschland seine Aktivitäten nun auch auf Sachsen und Sachsen-Anhalt aus. An der Weiterentwicklung der BBNE-Hubs in der Region Sachsen ist der Landesverband Nachhaltiges Sachsen e.V. beteiligt. Das LUNA+-Netzwerktreffen in Leipzig bot dem Team die Gelegenheit, die BBNE-Hubs vorzustellen, mit Unternehmen vor Ort über ihre Erfahrungen und Bedarfe ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte für die regionale Vernetzungsarbeit zu knüpfen.
LUNA+ steht für „Leipziger Unternehmen für Nachhaltigkeit und Austausch“ und bringt regelmäßig Unternehmen aus Leipzig zusammen, die sich mit nachhaltigem Wirtschaften beschäftigen. Organisiert wird das Netzwerk vom Forum Nachhaltiges Leipzig. Für die BBNE-Hubs ist der Austausch mit solchen Unternehmen besonders interessant: Er gibt Einblicke darin, welche Fragen und Herausforderungen nachhaltige Entwicklung in der betrieblichen Praxis mit sich bringt.
Welche Rolle spielt berufliche Bildung für Nachhaltigkeit?
Kaya Schwab und Tabea Seeßelberg aus dem sächsischen BBNE-Hub Team stellten zunächst die Arbeit der BBNE-Hubs vor. Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden in einer kollegialen Fallberatung über konkrete Herausforderungen aus ihren Unternehmen aus. Im Mittelpunkt stand unter anderem die Frage, wie Klimaschutz ganzheitlich im Unternehmen verankert werden kann.
Dabei wurde deutlich: Viele Anwesende beschäftigt die Frage, wie sich Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen an verschiedene Beschäftigte und Stakeholder kommunizieren lässt. Damit Nachhaltigkeit in der Organisation breite Unterstützung erfährt, braucht es eine Übersetzung in die jeweiligen Unternehmenskontexte. Je nach Branche kann Nachhaltigkeit ein attraktiver Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte sein. In anderen Branchen ist mehr Übersetzungsleistung nötig, um die vielfältigen Anknüpfungspunkte nachhaltiger Entwicklung im Unternehmen aufzuzeigen. Gelebte Nachhaltigkeit muss im Arbeitsalltag verständlich und anschlussfähig werden. Dazu gehört das Wissen der Beschäftigten darüber, was nachhaltige Entwicklung für ihren jeweiligen Arbeitsbereich bedeutet und wie sie selbst dazu beitragen können.
Genau hier ergeben sich Anknüpfungspunkte für die Berufliche Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BBNE). Sie setzt dort an, wo Nachhaltigkeit und berufliche Praxis zusammenkommen. Aus- und Weiterbildungspersonal spielt dabei eine wichtige Rolle: Es kann Nachhaltigkeit in Lern- und Arbeitsprozesse integrieren und Beschäftigte dabei unterstützen, nachhaltigkeitsbezogene Kompetenzen für ihren beruflichen Alltag zu entwickeln. Mit BBNE als Werkzeug für Zukunftsgestaltung können auch Themen wie Kommunikation und Unternehmenskultur gestärkt werden, die für die Fachkräftesicherung relevant sind.
Vernetzung für die BBNE-Arbeit in Sachsen
Der Austausch bei LUNA+ gab dem Team wertvolle Einblicke in die Fragen, die Unternehmen aktuell beschäftigen. Für die BBNE-Hubs ist dieser direkte Kontakt besonders wertvoll. Ziel des Projekts ist es, Nachhaltigkeit regional in der beruflichen Bildung zu verankern, Aus- und Weiterbildungspersonal zu qualifizieren und Akteur*innen miteinander zu vernetzen. Dabei werden Bedarfe in der Unternehmenslandschaft für die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden aufgegriffen.
In der zweiten Projektphase wird dafür der BBNE-Hub Mitteldeutschland aufgebaut. Der Landesverband Nachhaltiges Sachsen e.V. ist seit Mai 2026 als Projektpartner beteiligt und arbeitet gemeinsam mit Partnern in Thüringen und Sachsen-Anhalt am Ausbau der Hubstrukturen. In Sachsen geht es dabei auch darum, Kontakte zu Unternehmen, Kammern und weiteren Akteur*innen der beruflichen Bildung aufzubauen und ihre Perspektiven und Bedarfe in die weitere Arbeit einzubeziehen.
Das LUNA+ Treffen war dafür ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Unter den Teilnehmenden waren viele Unternehmen, die selbst ausbilden. Neben dem fachlichen Austausch konnten so auch Kontakte zu möglichen Partnern für die weitere Projektarbeit entstehen.
Für das BBNE-Hub Team steht deshalb fest: Der Aufbau regionaler Netzwerke lebt vom Austausch mit den Menschen, die Nachhaltigkeit in Unternehmen und beruflicher Bildung konkret umsetzen.