Vernetzung und neue Impulse: BBNE-Hubs zu Gast im BIBB
Am 27. und 28. Mai war das Projekt BBNE-Hubs im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn vertreten. Anlass war die Auftakttagung der 17 Transformationsprojekte des Programms Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden.

Die zentrale Frage der zweitägigen Veranstaltung war, wie berufliche Bildung Betriebe (insbesondere KMU) dabei unterstützen kann, sozial-ökologische Transformationsprozesse aktiv zu gestalten. Damit wurde das Kernanliegen des Programms aufgegriffen, nämlich Berufsbildung als wichtigen Schlüssel für nachhaltigen Wandel zu stärken. Für das Projekt BBNE-Hubs nahmen Katharina Hartwich, Claudia Müller Jens Reißland, Josef Ahlke und Alanah Lesen an der Veranstaltung teil. Die Tagung bot vielfältige Gelegenheiten, mit Vertreter*innen anderer Projekte Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Fragestellungen zu diskutieren.
Vielfältige Ansätze für nachhaltige Berufsbildung
Die Beiträge und Gespräche während der beiden Tage machten deutlich, wie breit das Themenfeld nachhaltige Berufsbildung aufgestellt ist. In den Projekten werden unter anderem Fragen rund um Twin Transformation, Green IT, Future Skills, zirkuläre Ansätze im Handwerk und Baugewerbe sowie handlungsorientiertes Lernen im Betrieb bearbeitet. Gerade diese Vielfalt zeigte, wie unterschiedlich die Zugänge zur sozial-ökologischen Transformation in der beruflichen Bildung sein können. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass viele Projekte an ähnlichen Herausforderungen arbeiten: Wie können Nachhaltigkeitsthemen praxisnah in Ausbildung und Weiterbildung integriert werden? Wie erreichen Bildungsangebote die betriebliche Realität? Und wie können insbesondere KMU bei Veränderungsprozessen unterstützt werden?
Impulse für die Arbeit von BBNE-Hubs
Für BBNE-Hubs war die Auftakttagung eine wertvolle Gelegenheit, die eigene Projektarbeit in den größeren Zusammenhang des Programms einzuordnen. Im Zentrum unseres Projektes steht der Ansatz, berufliches Aus- und Weiterbildungspersonal zu qualifizieren und zu vernetzen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung stärker in berufliche Bildungskontexte zu tragen.
Die Gespräche in Bonn haben erneut gezeigt, wie wichtig regionale Netzwerke und der Austausch guter Praxisbeispiele sind. Nachhaltigkeitsorientierte Berufsbildung entsteht nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel verschiedener Perspektiven: aus Bildungspraxis, Betrieben, Wissenschaft, Beratung und Nachhaltigkeitsarbeit. Genau diesen Austausch ermöglichen wir in unseren BBNE-Hubs.
Vernetzung als Grundlage für Transformation
Ein besonderer Mehrwert der Auftakttagung lag im persönlichen Austausch zwischen den Projekten. Die Veranstaltung bot Raum, gemeinsame Schnittstellen zu erkennen, voneinander zu lernen und mögliche Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit zu identifizieren. Für BBNE-Hubs nehmen wir aus den beiden Tagen viele Anregungen mit, dabei sowohl für die Weiterentwicklung unserer Qualifizierungsangebote als auch für den Ausbau regionaler Netzwerke. Die Tagung hat deutlich gemacht: Nachhaltige Transformation in der beruflichen Bildung braucht Zusammenarbeit, langfristige Strukturen und Menschen, die Veränderungen in ihren jeweiligen Arbeitskontexten aktiv mitgestalten.
Weitere Informationen zum Programm
Im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ wurde zudem ein Booklet veröffentlicht, das gebündelte Informationen zu den Zielen, Schwerpunkten und Kontaktdaten aller beteiligten Projekte enthält.